Horst Jährling (* 25. Februar 1922 in Erfurt; † 4. Februar 2013 in Bad Berka) war ein deutscher Künstler, Maler, Graphiker, Architektur-Restaurator, Kunstpädagoge, Hochschullehrer und Glocken-Gestalter.

Horst Jährlings Vater stammte aus Rheinhessen, seine Mutter aus dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Die Familie zog 1923 von Erfurt nach Apolda, da der Vater dort als Reichsbankbeamter tätig wurde. Jährling besuchte 1928–1932 die Volksschule und 1932–1940 das Gymnasium in Apolda.

Nach Abitur und Militärdienst (1941–1945) studierte Jährling 1947–1951 an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst Weimar bei Felix Jacob, Albert Schaefer-Ast und Otto Herbig. Sein Studium blieb ohne Abschluss, weil die Abteilung Bildende Kunst aus der Hochschule in Weimar herausgelöst und nach Dresden verlagert wurde, während Jährling in Weimar blieb. 1952 wurde er Mitglied des Verbands Bildender Künstler.

Hauptgegenstand seines künstlerischen Schaffens als freiberuflicher Maler ab 1962 war Jährlings thüringische Heimat, deren Landschaft und Architektur. In den 1990er Jahren konzentrierte er sich wieder mehr auf seine Malerei, er „schwelgte in Farben“, wie er sagte, und gestaltete zahlreiche Ausstellungen. Jährlings Bilder sind meist unsigniert und ohne Jahreszahl.

Außerdem war Jährling auch Denkmalpfleger und Kirchen-Restaurator und an der Restaurierung von Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, der Restaurierung historischer Stadtkerne beteiligt (Erstellung von Farbdispositionen für Fassaden in Weimar, Erfurt, Arnstadt und Nordhausen.) Er schuf die Farbkonzeption für die Greifswalder Straße und die damalige Klement-Gottwald-Straße in Berlin und hat „in den zurückliegenden Jahrzehnten der DDR-Zeit mit Mut und Überzeugungskraft Farbe in das alltägliche Grau gebracht“ (Christine Lieberknecht, 1997).